Schopenhauer’s Welt in der Software Entwicklung

Dieser Artikel ist der Ansatz, Schopenhauer’s Welt in der Software Entwicklung darzustellen und auf mehrere Ebenen und Systeme zu übertragen.

Nach Schopenhauer hat jedes Lebewesen einen Willen.

Die unbelebten Gegenstände sind dagegen „nur“ existent. Die Lebewesen benutzen die Gegenstände, um ihren Willen umzusetzen.

Wille und Ziel

Was ist der Unterschied zwischen Wille und Ziel?

Das Ziel ist ein neuer Zustand, der erreicht werden will (sehr witzig, daß dieses Wort schon ein Teil von „Wille“ ist).

Schopenhauer's Welt in der Software Entwicklung

Um diesen neuen Zustand zu erreichen benötigt man zielgerichtete Aktivitäten. Das wird mit dem Begriff „Wille“ verbunden. Wenn kein Wille vorhanden ist, kann das ausgesprochene Ziel durch den Zielgeber nicht erreicht werden (ausser von „aussen“) .

Im Unterschied dazu ist ein „Wunsch“ etwas passives. Wenn jemand einen Wunsch äussert, trägt er nicht aktiv dazu bei, dass dieser Wunsch erfüllt wird, sondern ist passiv. Oder anders ausgedrückt, er wünscht sich eine Aktivität von „aussen“.

Wenn der Wunsch oder das Ziel erreicht wird, ist man glücklich. Wenn nicht, leidet man.

Ziele einer Art und eines Produktes

Jedes Lebewesen, angefangen von Viren bis zu den sogenannten höher entwickelten Arten, hat einen Willen bzw. ein oder mehrere Ziele. Aber gehen wir zuerst eine Ebene höher, sehen wir uns eine Art an.

Das Überleben der Art über mehrere Generationen ist ein klares Ziel. Dies wird z.B. über das Speichern in der DNA und mit der Reproduktion auf die nächste Generation erreicht. Siehe auch Charles Darwin etc.

Im Leben eines Software Produktes werden im Lebenszyklus immer neue Releases geplant.

Im Leben entstehen neue „Releases“ ungeplant mit dem Mechanismus der Mutation. Wobei eine Änderung eines Features auch nichts anderes ist wie eine Mutation, nur eben bewusst herbei geführt.

Mutationen und ihre Wirkungen sind natürlich von Charles Darwin bzw. Richard Dawkins hervorragend beschrieben.

Übrigens kann man die Begriffe „Art“ und „Produkt“ auch mit „Firma“, „Gesellschaft“, „Gemeinde“ und „Staat“ ersetzen.

Ziele auf Individual Ebene

Auf der Ebene des Individuums haben wir ebenfalls Ziele und einen Willen. Das Individuum setzt sich kleine Zwischenziele und setzt diese um. Es gibt natürlich auch langfristige Ziele, wie das Erreichen einer Futterquelle, die Reproduktion, das Erobern neuer Welten, etc.

Auf technischer Ebene entsprechen die Zwischenziele den Sprint Zielen.

Über die Sprints bzw. die individuellen Ziele wird immer wieder iteriert. Sowohl in der Software Domäne als auch in der Domäne der Lebewesen.

Top down oder buttom up

Dies war nun eine Top down Betrachtung. Man kann sich auch den buttom up Ansatz durchgehen, das Ergebnis ist das Gleiche.

Auch kann man sich gedanklich beliebig viele weitere Ebenen denken, wie z.B. sich bei einem Tier auf die Ebene der Zellen zu bewegen und sich den Lebenszyklus mit den Zielen auf Zellebene ansehen.

Systemischer Ansatz

Wie wir gesehen haben, können wir den systemischen Ansatz verwenden um die Rahmenbedingungen für die einzelnen Systeme zu verstehen. Auf dieser Basis können wir die Ziele der einzelnen Systeme erkennen und anhand der Ziele verstehen wir die Aktivitäten, die zu diesen Zielen gehören.

Im nächsten Schritt können wir dann die einzelnen Systeme miteinander verknüpfen.

Die folgenden Quellen haben mich bei dem Artikel inspiriert:

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